Lade

Über mich

Als Make·Up-Artist unter­streiche ich Ihre natür­liche Schön­heit. Augen­brauen sind dabei meine Parade­disziplin. Ihr Gefühl von Zufrieden­heit und positiver Ausstrahlung, kurzum einer Schön­heit von innen und von außen, sind maßgebend für meine Arbeit.

Wie fing alles an?

In meinem früheren Leben war ich Bankkauffrau. So richtig glücklich bin ich jedoch nicht gewesen. Als mich 2012 das Schicksal mit einer Bekannten zusammen­brachte, gründeten wir eine eigene Firma für dauer­hafte Haar­ent­fernung. Im Laufe der Jahre besuchte ich Visagisten­seminare, schloss eine Ausbildung zum Make·Up Artist ab, erweitere mein Wissen um Kosmetik sowie Ernährung. Schließ­lich führte mich mein Faible für Augen­brauen zum Micro­blading, für das ich mein Wissen und Hand­werk mit Lehr­gängen erweiterte. Unsere gemein­same Firma gibt es inzwischen nicht mehr, weil meine Kollegin auswanderte. Die Erfahrungen nahm ich mit und profitiere von ihnen seit der Gründung meiner „Schön­heits­praxis“.

Was macht mich so besonders?

Ich sehe Harmonie. Make·Up, Farben, Bilder, Brillen und vor allem Augen­brauen – ich sehe, wenn es passt.

Wo gibt es mehr von mir?

Aktuelles erfahren Sie auf meiner Facebook-Seite.

Story

Ein Besuch bei Christin Zielinski

Wir teilen beide die Leiden­schaft für das Tanzen – Salsa. Wie lange es bei mir jedoch her ist, dass ich mich dem wieder einmal hingegeben habe? Beinahe erinnere ich mich nicht. Ich merke auf und stelle fest, dass ich gedanken­versunken in meiner Tasse Kaffee verschwunden war. Ich schaue hoch und mein Blick wandert über einen eleganten hellen Blazer, über auffällig großen Ohrschmuck in Form von Erdbeeren bis zu ihrem schwarzen lockigen Haar. Interessiert und freundlich schaut sie mir durch ihre Brille entgegen und mir ist entgangen, dass sie mich wohl etwas gefragt hat. Weshalb ich meine Augen­brauen so wenig betonte? Dazu fällt mir keine wirklich schlaue Antwort ein – mir hatte es bisher immer so gefallen. Kurzer­hand greift Christin in ihren Schmink­koffer, stellt sich vor mich und beginnt mit der Behandlung meiner Brauen. Sie hat eine starke Meinung und hatte mir bereits vor unserem Treffen auf charmante Art vermittelt, dass sie sich gern meine Schmink-Routine anhörte, ich aber mit Gegen­wind aufgrund ihrer Expertise zu rechnen hätte. Ein paar Hand­griffe später reicht sie mir einen Hand­spiegel und verdeckt erst die eine und dann die andere Hälfte meines Gesichts. Die nun viel stärker akzentuierten linken Augen­brauen wirken auf den ersten Blick ungewohnt, aber doch ausdrucks­stark und über­raschend natür­lich. „Ich schminke Frauen, keine Mädchen“, sagt Christin. Dabei fühle ich mich keines­wegs stark geschminkt.

Christin schafft es, das zu vermitteln, was sie an ihren Kundinnen sehen möchte. Selbst­bewusstsein. Wir erzählen über Gott und die Welt und ich merke mit der Zeit, wie ich beinahe vertraut mit ihre rede, als sei sie eine lang­jährige Freundin. Sie vertritt feste Stand­punkte, sowohl persönlich als auch hinsicht­lich ihrer Visagistik. Zwar habe ich zu keiner Zeit das Gefühl, nicht das letzte Wort zu haben, während sie mich weiter schminkt, aber als wir auf das Thema Reisen zu sprechen kommen über­raschen mich ihre Aussagen an diesem Punkt bereits weit weniger. Nicht nur, dass sie Paragliding betreibt und bevorzugt die abgeschiedene Natur Norwegens genießt, verfügt sie obendrein über einen Tauch­schein. In gewisser Weise scheint das sinnbild­lich für ihren Weg zur Kosmetik zu stehen. Eintönigkeit, Routine oder einge­fahrene Blick­winkel sind nicht die Attribute, mit denen ich Christin beschreiben würde. Sie muss Neues probieren, selbst wenn es bedeutet, den Weg über eine Banken­lehre und Jobs in der Versicherungs­branche zu gehen. So sei sie gewisser­maßen in die Kosmetik „hinein­gestolpert“, habe ihren eigenen Stil entwickelt und gefunden. Dass es in der Branche nicht jedem Gefalle, dass sie über eine Hand­schrift verfügt, kann ich nicht beurteilen, als ich mich erneut im Spiegel betrachte. Ich bin zufrieden mit meinem frischeren Look. Doch Christin bessert noch einmal nach, da sie einen Schatten entdeckt hat, der ihr nicht behagt.

Sie nimmt sich Zeit für mich – eine Frau, „die schon länger jung ist“, wie sie schmunzelnd sagt. Mittler­weile kann ich das alles genießen und danke meiner Tochter inner­lich für diese Auszeit, die sie mir geschenkt hat. Christin mag ihr Handwerk ganz offen­sichtlich und strahlt absolute Über­zeugung in jedem ihrer Handgriffe aus. Sie erzählt mir, dass sie Chemnitz gern schöner machen würde. Dabei meint sie jedoch nicht die Verfolgung eines Ideals aus Hochglanz­magazinen, sondern vielmehr eine natür­liche Schön­heit, die von innen kommt und mit Über­zeugung nach außen getragen wird. Dass ich mit meiner sehr markant gewachsenen Nase einigermaßen unzufrieden bin, kontert Christin damit, dass sie Besonder­heiten mag. Ungeachtet dessen ist sie der Meinung, dass jede Frau hübsch sei und zeigt sich dabei fast betrübt darüber, dass nach ihrer Auffassung zu wenige Frauen, dies mit einem gekonnten Make-Up zeigten. Anspruch ihrer Arbeit sei es, Frauen, aber auch Männer, harmonisch zu schminken und dabei fällt immer wieder das Wort „Symmetrie“. Nun wird mir klarer, was ihre Handschrift ausmacht. Es scheint ihr dabei jedoch nicht nur um den handwerk­lichen Aspekt zu gehen. Das wird spätestens deutlich, als wir auf das Thema Mode zu sprechen kommen. Christin hat ein Auge für Farben und sie hat die erstaun­liche Gabe, mit wenigen prüfenden Blicken, wesentliche optische Merk­male zu erfassen und daraus nicht nur ein Styling, sondern auch persönliche Züge eines Menschen abzuleiten. Ich fühle mich tatsächlich etwas ertappt. Aber genau das macht ihren ganzheit­lichen Ansatz von Visagistik, Kosmetik und Ernährung wohl aus. Als Christin ihr Köfferchen sorgfältig einsortiert, nehme ich mein Spiegel­bild noch einmal auf ganze andere Weise wahr. Und heute Abend gehe ich tanzen: Salsa.